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Wohlbefinden zum Einatmen

Dass wir duftende Pflanzen lieben, zeigt sich etwa darin, dass wir innehalten, wenn wir wohlriechende Blumen wahrnehmen, um unsere Nase an die Blüte zu halten und ihren Duft tief einzuatmen. Wenn wir dies tun, können wir unsere alltäglichen Sorgen und Nöte – wenigstens für einen Moment lang – vergessen, und alles scheint auf einmal unbeschwert. Und beim Duft eines Apfelkuchens fühlen wir uns so geborgen,wie früher in Omas Küche.

Düfte haben eine Hotline zu unseren Gefühlen. Der Grund: das, was die Nase erschnuppert, wird im Gehirn auf ganze besondere Weise – und anders als andere Sinneseindrücke – verarbeitet. Der Geruchssinn ist von der Evolution her betrachtet der älteste Sinn des Menschen und hat gewissermaßen eine Standleitung zu jedem Bereich des Gehirns. Das Riechsystem ist direkt verbunden mit dem limbischen System, dem entwicklungsgeschichtlich ältesten Bereich des Gehirns. Der Verstand hat sich in der Entwicklungsgeschichte erst viel später ausgebildet.

Ob bewusst oder unbewusst: Düfte beeinflussen Körper und Seele. Schon vor 4000 Jahren wurden aromatische Stoffe in Salben und Öle eingearbeitet, auf dass es damit dem Menschen besser gehe. Das Wissen um die Wirkung einzelner Düfte wird mittlerweile in verschiedenen Bereichen genutzt. Dass der beruhigende und ent-spannende Effekt von Lavendel-Duft bei Einschlafstörungen helfen kann, ist heute bereits bewiesen.

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